Mental Coach Ausbildung: Berufsbild, Inhalte & Chancen im Überblick

Mental Coach Ausbildung

Mental Coach Ausbildung: Unser heutiges Tagesgeschehen ist geprägt von Reizüberflutung, Zeitdruck, Stress und hohen Anforderungen. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, ihre mentale Gesundheit aufrechtzuerhalten. Nicht ohne Grund häufen sich in den letzten Jahren psychische Erkrankungen wie Burnout und Depression.

Als Mentalcoach kannst Du anderen dabei helfen, ihre mentalen Herausforderungen besser zu bewältigen und ihre Resilienz zu stärken. Voraussetzung ist eine Mental Coach Ausbildung, in der Du Dir umfassendes Wissen und methodische Kernkompetenzen rund um das Mentaltraining aneignest.

Was ist Mentalcoaching?

Der Terminus setzt sich zusammen aus dem englischen Wort “mental” für “gedanklich, geistig, seelisch” und dem Begriff “Coaching“, der für ein strukturiertes, lösungs- und zielorientiertes Gespräch zwischen einem Coach und seinem Klienten steht.

Hierbei handelt es sich nicht um eine einzelne Coachingmethode, sondern um eine Basisgrundlage, auf der jeder Mentalcoach sein eigenes Konzept mit unterschiedlichen Vorgehensweisen und Tools entwickeln kann.

Die Bezeichnung Mentalcoaching ist nicht geschützt. Daher unterscheiden sich die Definitionen abhängig davon, ob Du Mentaltrainer, Sportpsychologen oder Hypnotherapeuten fragst. In vielen Fällen haben mentale Coachings eine Leistungssteigerung zum Ziel.

Häufig steht aber auch das Ausschöpfen körperlicher und geistiger Potenziale im Fokus entsprechender Angebote.

Ausbildung zum Mental Coach

Was genau macht ein Mentalcoach?

Angehörige dieser Berufsgruppe unterstützen Menschen zielgerichtet dabei, Stress zu bewältigen, mentale Stärke zu erlangen und positive Veränderungen für ihr Leben herbeizuführen. Das kann in unterschiedlichsten Bereichen geschehen, beispielsweise im Beruf oder im Sport.

Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Entwickeln mentaler Fertigkeiten und Strategien, die dabei helfen, mentale und kognitive Fähigkeiten auszubauen, Selbstvertrauen zu gewinnen und das eigene Leistungsvermögen zu steigern.

Waren Mentalcoachings in der Vergangenheit vor allem Führungskräften, Sportlern und Künstlern vorbehalten, ist die Nachfrage mittlerweile auch im privaten Sektor deutlich gestiegen. Daher gestaltet sich dieses Tätigkeitsfeld sehr vielseitig und besonders abwechslungsreich. 

Im Mittelpunkt der Arbeit von Mental Coaches stehen unter anderem folgende Schwerpunkte:

  • Identifizierung von Ängsten
  • Festlegen persönlicher Ziele
  • Verbessern der Kommunikationsfähigkeiten
  • besseres Wahrnehmen der Umwelt
  • geschicktes Lösen von Konflikten
  • konstruktiver Umgang mit Problemen und Herausforderungen
  • Steigern der Motivation
  • gezieltes Entspannen mithilfe bewährter Techniken (z. B. Yoga, Autogenes Training)

Die Intention eines Coaches in diesem Fachgebiet besteht darin, seinen Klienten eine neue innere Haltung zu vermitteln, aus der heraus sie unter Einsatz der erlernten Techniken und Werkzeuge souverän mit stressigen Situationen umgehen können.

Abhängig von den Lerninhalten der Ausbildungen können Mentalcoaches beispielsweise die Begleitung bei der Persönlichkeitsentwicklung, der mentalen Fitness und/oder der Zukunftsgestaltung im Allgemeinen anbieten.

Immer häufiger unterstützen sie aber auch ärztlich verordnete Behandlungen bei chronischen physischen, psychischen und psychosomatischen Belastungen wie Rückenprobleme, Adipositas, Bluthochdruck, Ängste, Depressionen, Burnout oder Essstörungen.

Abgrenzung zum Mentaltraining

Obwohl sie häufig synonym verwendet werden, zeigen sich bei näherer Betrachtung deutliche Unterschiede zwischen den Begriffen coachen und trainieren. Letzteres meint das Einüben von Handlungen und/oder Denkweisen durch systematische Wiederholung.

Ein Trainer steht in der Hierarchie über seinem Schützling. Zudem handelt es sich um eine eher distanzierte Beziehung. Außerdem gehört es zur Aufgabe des Trainers, geeignete Trainingsmethoden festzulegen und den Trainingsablauf zu bestimmen.

Beim Coachen existiert das Beziehungsgefälle nicht. Mentalcoaches und die von ihnen betreuten Personen begegnen sich auf Augenhöhe. Erstere nehmen eine beobachtende, analysierende und beratende Stellung ein und passen ihre Methoden im Laufe des Mentalcoachings individuell an.

Zudem befassen sie sich überwiegend mit Einzelpersonen, während Mentaltrainings häufiger in Gruppen stattfinden.

Welche Eigenschaften sollten Mentalcoaches besitzen?

Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, solltest Du grundsätzlich Spaß an der Arbeit mit Menschen sowie Interesse am Thema Persönlichkeitsentwicklung mitbringen. Wichtig ist zusätzlich der Wille, Dich und Deine Fähigkeiten ständig weiterzuentwickeln und Dich immer wieder selbst zu hinterfragen.

Ebenso sind eine hohe Lernbereitschaft, ein selbstbewusstes Auftreten und Kommunikationsstärke von Vorteil. Du solltest Dich klar und verständlich ausdrücken und Deine Ansprache an Dein Gegenüber anpassen können.

Eine extrovertierte Persönlichkeit ist nicht zwingend nötig. Viele Menschen, die ein solches Coaching in Anspruch nehmen, bevorzugen einen ruhigen Gesprächspartner, der ihnen zuhört und sich während der Beratung nicht unnötig in den Vordergrund drängt.

Im Idealfall vermittelst Du eine nette, freundliche Ausstrahlung, damit Deine Kunden schnell Vertrauen zu Dir fassen und sich leichter öffnen können.

In dieser Branche ist es üblich, dass sich die Arbeitszeiten nach den Klienten richten. Daher solltest Du bereit sein, Deine Dienstleistung auch in den Abendstunden und an den Wochenenden anzubieten. Das gilt vor allem dann, wenn Du keine Festanstellung suchst, sondern Dich selbstständig machen möchtest.

Mental Coach Ausbildung: Alles Wichtige im Überblick

Der Beruf des Mentalcoaches ist nicht gesetzlich geregelt. Die Ausbildungszeiten können ebenso variieren wie die Ausbildungsmodule. Viele private Bildungsträger bieten diesbezügliche Qualifizierungen an. Das Angebot an entsprechenden Lehrgängen ist breit gefächert. Großer Beliebtheit erfreuen sich vor allem Ausbildungen, die nebenberuflich absolvierbar und modular aufgebaut sind.

An wen richten sich die Fachausbildungen?

Zur Zielgruppe der Ausbildungen zählen in erster Linie:

  • Personal- und Fitnesstrainer,
  • Ernährungs- und Gesundheitsberater,
  • Erzieher und Lehrer,
  • Sportwissenschaftler,
  • Physio- und Ergotherapeuten,
  • Heilpraktiker,
  • Mitarbeiter des Gesundheits- und Sozialwesens sowie
  • Personalverantwortliche in Firmen und Organisationen.

Teilnehmen kann aber in aller Regel jede interessierte Person, die sich umfangreiche, detaillierte Kenntnisse zum zielgerichteten Umgang mit Menschen aneignen möchte. Von Vorteil sind ein Interesse an psychologischen Sachverhalten, Wissbegierde und die Fähigkeit, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten.

Hast Du bereits Erfahrungen als Mentaltrainer und möchtest Dich auf einen bestimmten Coaching-Bereich spezialisieren, solltest Du Ausschau nach einem Lehrgang mit dazu passenden Ausbildungsmodulen halten.

Möglich wäre beispielsweise eine Ausbildung zum:

Wie wirst du Mental Coach?

1. Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsdauer

Die Dauer reicht von einigen Wochenendseminaren über mehrmonatigen Fortbildungen bis hin zu Ausbildungsangeboten, die sich über ein ganzes Jahr erstrecken. Als Faustregel gilt: Je länger die Ausbildungszeiten, desto fundierter und angesehener ist der Lehrgang.

Vorausgesetzt werden häufig:

  • ein Mindestalter von 18 Jahren (teils auch älter),
  • eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung und
  • geistige und seelische Gesundheit.

Vorkenntnisse im Bereich Mentalcoaching sind für eine Basisausbildung nicht erforderlich. Für tiefer gehende Fachausbildungen wird teilweise eine grundlegende Coaching-Ausbildung vorausgesetzt.

2. Ausbildungskosten

Die Kosten für entsprechende Schulungen sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Ein sechstägiger Kurs bei der IHK kostet um die 1.500 Euro, während eine zweitägige Schulung an einer Fernhochschule mit rund 500 Euro zu Buche schlagen kann. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten zwölfmonatige Fernstudiengänge, die einschließlich Prüfungsgebühr um die 2.300 Euro kosten.

Inhalte der Coaching-Ausbildungen

Die Ausbildungsinhalte unterscheiden sich zum Teil deutlich. Daher solltest Du bei der Auswahl sehr genau hinschauen und ein für Deine Ansprüche und Bedürfnisse passendes Bildungsangebot wählen. Stehst Du noch am Anfang Deiner Coachingkarriere, kann Dir eine Basisausbildung erstes Grund- und Fachwissen für einen Einstieg liefern.

Zu den wichtigsten Ausbildungsmodulen grundlegender Kurse zählen:

  • Teamcoaching,
  • Entspannungstechniken,
  • Konfliktsteuerung,
  • Stressmanagement,
  • Erfolgsstrategien,
  • Zielvisualisierung sowie
  • Pädagogische und didaktische Grundlagen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eignen sich die Fähigkeit an, Coachingprozesse zu strukturieren und zu steuern. Zudem befassen sie sich mit zentralen Coachingtechniken und erwerben weitreichende personenbezogene Coachingkompetenzen.

Sie lernen, die Selbstständigkeit und Motivation ihrer Klienten im Umgang mit Konflikten, Erwartungen und Verhaltensänderungen zu fördern, und werden befähigt, sowohl Einzel- als auch Gruppencoachings zielorientiert durchzuführen.

Mentalcoaching

Berufliche Perspektiven nach der Mental Coach Ausbildung

Nach der Schulung erwarten Dich vielfältige Einsatzmöglichkeiten wie:

  • freiberufliches Mentalcoaching von Einzelpersonen und/oder Gruppen (neben- oder hauptberuflich),
  • eine Anstellung in einem Unternehmen oder einer staatlichen Organisation,
  • eine Anstellung in einem Unternehmen für Personalentwicklung, das externe Beratungen für Firmen anbietet, oder
  • Anstellung bei einem Bildungsträger oder in einer Behörde.

Mögliche Tätigkeitsfelder finden sich überall dort, wo Menschen persönliche und berufliche Herausforderungen meistern und ihre Leistungen verbessern möchten, beispielsweise in den Human Resources, im betrieblichen Gesundheitsmanagement, aber auch in der Fitness-, Gesundheits- oder Ernährungsberatung.

Um hohe Krankenstände aufgrund psychischer Probleme zu vermeiden, setzen Unternehmen zunehmend auf ein frühzeitiges betriebliches Gesundheitsmanagement.

Immer mehr große Firmen nehmen in diesem Zusammenhang die Unterstützung von Mental Coaches in Anspruch, um insbesondere Führungskräften Methoden an die Hand zu geben, die ihnen zu einer optimierten Stressbewältigung verhelfen.

1. Berufliche Selbstständigkeit

Da keine größeren Investitionen anfallen und Du im Prinzip direkt loslegen kannst, ist das finanzielle Risiko einer beruflichen Eigenständigkeit überschaubar. Weil das Mentalcoaching üblicherweise bei den Kunden stattfindet, sparst Du Dir die Miete für Geschäftsräume.

Vor Beginn Deiner Tätigkeit solltest Du Dir überlegen, ob Du Gewerbe anmelden oder freiberuflich arbeiten möchtest. Letzteres erspart Dir die Kosten für die Gewerbeanmeldung.

Da sich die Nachfrage nach Mentalcoachings in den letzten Jahren deutlich erhöht hat, sind die Aussichten für eine erfolgreiche Existenzgründung vielversprechend. Dennoch solltest Du Dir vorab genau überlegen, welche Zielgruppe Du ansprechen und wie Du Dich am Markt positionieren möchtest.

Zusatzausbildung Mental Coach

2. Gehalt als Mentalcoach

Was Du letztlich verdienst, hängt konkret davon ab, wie viele Stunden täglich Du welche Kunden betreust. Außerdem macht es einen Unterschied, ob Du als Spiritual-Coach, Sportmentaltrainer, Lerncoach, Gesundheitscoach oder Motivationscoach arbeitest.

Ein weiterer Einflussfaktor für das Gehalt ist Dein Arbeitsort. In einer Großstadt verdienst Du in der Regel mehr als auf dem Land. Zudem kann das Einkommen in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich hoch ausfallen, da es sich ein Stück weit an den jeweiligen Lebenshaltungskosten ausrichtet.

Arbeitest Du beispielsweise in Bayern, verdienst Du wahrscheinlich mehr als ein Berufskollege in Brandenburg. Allerdings brauchst Du auch mehr Geld, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Bist Du in einem Unternehmen angestellt, richtet sich das Gehalt einerseits nach der Größe und der finanziellen Lage der Firma, andererseits aber auch nach der Dir übertragenen Verantwortung.

Bist Du Dein eigener Chef, legst Du Dein Honorar selbst fest. Üblich sind Stundensätze. Eine Orientierung hierfür bieten die Webseiten anderer Coaches und die Honorarempfehlungen von Verbänden. Überdies solltest Du ins Kalkül ziehen, wie hoch Deine Ausgaben sind und an wen Du Dein Angebot richtest. Nehmen Firmen Deine Leistungen in Anspruch, kannst Du einen höheren Stundensatz berechnen als bei Privatpersonen.

Natürlich kommt es auch auf Deine Erfahrungen und Deine spezifischen Qualifikationen an. Je länger und erfolgreicher Du in der Branche tätig bist, desto besser sind die Aussichten auf einen hohen Verdienst. Wichtig ist, Dich nicht unter Wert zu verkaufen.

Wenn Du immer wieder Fortbildungen absolvierst, um Dein Wissen zu erweitern und Dich auf dem aktuellen Stand der Dinge zu halten, darfst Du das ruhig in Dein Honorar einfließen lassen.

3. Weiterbildungsmöglichkeiten

Als Mentalcoach stehen Dir verschiedene Weiterbildungsalternativen offen. Beispielsweise kannst Du Dich auf Gruppentraining, Fitnesstraining oder Mentalmanagement spezialisieren oder eine Fortbildungsprüfung zum Fitnessfachwirt an der IHK anstreben. Erfüllst die Voraussetzungen für eine akademische Ausbildung, wäre ein Studium zum Diplom-Fitnessökonom eine vielversprechende Möglichkeit.

Epigenetik-Coach als Alternative zum Mentalcoach

Suchst Du nach einer alternativen Coaching-Fachrichtung, lohnt sich ein Blick auf die Epigenetik. Coaches in diesem Spezialgebiet unterstützen Menschen dabei, ihre epigenetischen Mechanismen durch eine gezielte Anpassung von Faktoren wie Ernährung und Lebensgewohnheiten bestmöglich zu nutzen.

Eine Ausbildung zum Epigenetik-Coach setzt meist ein Grundlagenwissen in Biologie oder Gesundheitswissenschaften voraus und inkludiert eine umfassende Schulung in Genetik, Ernährung und Mentalmanagement.

Themen wie die Auswirkung von Schlaf, Stress, Ernährung und Bewegung auf die Genexpression gehören ebenso zu den Inhalten wie Mitochondrien- und Umweltmedizin sowie Methoden zur Gesundheitsoptimierung mithilfe epigenetischer Modifikation.

Damit angehende Epigenetik-Coaches ihre Klienten effektiv unterstützen können, vermitteln die Schulungen zusätzlich zum Fachwissen auch weitreichende Kompetenzen in den Bereichen Beratung und Kommunikation.

Am Ende des Kurses steht eine Online-Prüfung, nach deren erfolgreichem Abschluss die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Zertifikat der deutschen Gesellschaft für Naturstoffmedizin, funktionelle Medizin und Epigenetik (DGName) erhalten.

Wie die Mental Coach Ausbildung bietet auch diese spezielle Weiterbildung Gesundheitsprofessionals aus unterschiedlichsten Bereichen die Möglichkeit, sich in einer wachsenden Branche zu spezialisieren und von interessanten Karrieremöglichkeiten zu profitieren.

Dr. med. Manuel Burzler, Mitgründer von HealVersity, ist ein Pionier im Bereich der funktionellen Medizin und Epigenetik. Seit der Gründung im Jahr 2020 setzt er seine umfassenden Kenntnisse ein, um HealVersity an die Spitze der innovativen Gesundheitsbranche zu führen.

Unter seiner Leitung hat das Unternehmen nicht nur eine führende Rolle in der Entwicklung von Konzepten für Epigenetik-Coachings eingenommen, sondern bietet auch die erste zertifizierte Fortbildung in diesem Bereich an.

Er verbindet in seiner Arbeit Persönlichkeitsentwicklung mit medizinischer Expertise, um neue Wege für das Wohlbefinden der Menschen zu schaffen.

Dr. med. Manuel Burzler | Epigenetik-Coach
Dr. med. Manuel Burzler
Med. Experte für funktionelle Medizin & Epigenetik
Ausbilder und Gründer
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