Stille Entzündung: Blutwerte, die du neben dem CRP kennen solltest

Behandler wertet an einem hellen Praxisschreibtisch einen Laborbefund zu Entzündungswerten aus
Dr. med. Manuel Burzler HealVersity

Dr. med. Manuel Burzler

Gründer HealVersity · Dozent DTMD University

Dr. med. Manuel Burzler ist Gründer von HealVersity und Mediziner für funktionelle Medizin in München. Als Dozent an der DTMD University Luxemburg lehrt er evidenzbasierte funktionelle Diagnostik. Er ist Mitglied der Swiss BLUEZONES Research Group und forscht zu Langlebigkeit und Prävention. Sein Ziel: Funktionelle Medizin als festen Bestandteil der ärztlichen Weiterbildung im DACH-Raum zu etablieren.

Inhaltsübersicht

Ein CRP im Referenzbereich beruhigt, und genau an dieser Stelle rutscht eine stille Entzündung durch. Als stille Entzündung, im Englischen silent inflammation, wird eine dauerhaft niedriggradige Entzündungsaktivität bezeichnet, die keine akuten Beschwerden macht und trotzdem über Jahre auf Gefäße, Stoffwechsel und Immunsystem wirken kann. Wenn du regelmäßig Laborwerte in der Hand hältst, kennst du die Konstellation: Die Werte liegen im Referenzbereich, die Beschwerden bleiben.

Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte auf healversity.com dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an einen Arzt oder an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.

Bei den Blutwerten zur stillen Entzündung entscheidet die Reihenfolge, in der du die Werte betrachtest und deren Zusammenhänge oft mehr als die Menge der erfassten Werte. Uns geht es hier nicht darum, dir eine weitere Aufzählung von Werten zu geben. Wir möchten, dass du nach dem Lesen weißt, welche Hinweise vor jede Interpretation gehören, welche zwei Zahlen zum hsCRP tatsächlich leitlinienfest sind und woran du erkennst, dass größere Zusammenhänge im Hintergrund stehen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine stille Entzündung macht keine Beschwerden und hört trotzdem nicht auf. Im Routine-Labor fällt sie häufig nicht auf, weil das Standard-CRP den niedrigen Bereich schlecht auflöst.
  • Am besten belegt ist der Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-Risiko, und er ist ein Frühsignal: Erhöhte Entzündungswerte waren dort messbar, lange bevor eine Diagnose stand (3).
  • Leitlinienfest sind zum hsCRP genau zwei Zahlenreihen: die Risikokategorien von CDC und AHA mit 1,0 und 3,0 mg/L (1) und die Schwelle von 2,0 mg/L aus der Cholesterin-Leitlinie von ACC und AHA (2). Beide beschreiben kardiovaskuläres Risiko und nicht das Vorliegen einer Entzündung.
  • Ferritin und Homocystein sind keine reinen Entzündungsmarker. Lesbar werden sie erst neben hsCRP, Interleukin-6 und Fibrinogen.
  • Vor jeder Interpretation stehen die Störgrößen und eine zweite Messung, denn beide Leitlinien leiten aus einem einzelnen Wert ausdrücklich keine Aussage ab.
Laborausdruck und ausgefüllter Anamnesebogen liegen nebeneinander auf einem Schreibtisch

Was ist eine stille Entzündung?

Eine stille Entzündung ist eine Entzündungsaktivität, die dauerhaft auf niedrigem Niveau läuft und keines der Zeichen zeigt, an denen eine akute Entzündung erkennbar ist. Es gibt keine Rötung, keine Schwellung, keine Überwärmung und keinen Schmerz, der auf eine Stelle zeigt. Daher kommt der Name.

Eine akute Entzündung ist ein abgeschlossener Vorgang. Sie beginnt mit einem Reiz, läuft über Tage bis Wochen und endet, wenn der Reiz verschwunden ist. Eine stille Entzündung endet nicht. Sie läuft über Monate und Jahre auf einem Niveau weiter, das für sich genommen unauffällig wirkt, und sie wird fachlich auch als niedriggradige oder chronische systemische Entzündung bezeichnet.

Still heißt dabei nicht folgenlos. Die Aktivität ist zu gering, um Beschwerden auszulösen, die jemanden in die Sprechstunde bringen, und sie ist hoch genug, um über Jahre messbar zu bleiben. Genau daraus ergibt sich der praktische Wert des Themas: Was niemand spürt, lässt sich trotzdem sehen.

Warum ist das Thema für dich relevant, als Behandler und als Person?

Das Thema betrifft dich aus zwei Richtungen, und die zweite geht meistens unter.

Fachlich begegnet dir die stille Entzündung als die Lücke zwischen Beschwerde und Laborergebnis. Jemand sitzt vor dir und berichtet von Erschöpfung, schlechtem Schlaf, wiederkehrenden Gelenkbeschwerden oder Konzentrationsproblemen, und das Standardlabor gibt nichts her. Diesem Menschen zu sagen, es sei nichts, geht nicht, denn seine Beschwerden sind real. Mehr zu sagen, als die Daten hergeben, geht ebenso wenig. Wer die Blutwerte zur stillen Entzündung kennt, hat für diese Lücke ein Vokabular und eine Richtung, in die sich weiterfragen lässt.

Persönlich betrifft dich dasselbe Thema, sobald dein eigener Laborzettel vor dir liegt. Ein CRP im Referenzbereich ist bei dir genauso wenig eine Entwarnung wie bei einem Klienten. Und die Frage, wo innerhalb des Referenzbereichs ein Wert steht und wohin er sich über die Jahre bewegt, lässt sich am eigenen Verlauf am ehrlichsten üben, weil du dort jede Störgröße kennst: den Infekt vor drei Wochen, den harten Trainingsblock, die umgestellte Medikation.

Beide Ebenen führen zu derselben Frage. Was genau sagt ein Wert eigentlich aus, der im Referenzbereich liegt? Der Rest dieses Artikels beantwortet sie.

Welche Erkrankungen mit einer stillen Entzündung in Verbindung gebracht werden

Eine stille Entzündung ist deshalb ein relevantes Thema, weil dieselbe niedriggradige Aktivität bei den Erkrankungen wiederkehrt, die die Krankheitslast in Deutschland bestimmen: bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Autoimmunerkrankungen und bei Krebserkrankungen.

Die Größenordnung lässt sich beziffern. 53,7 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leben mit einer chronischen Erkrankung (10), und 8,61 Prozent haben mindestens eine diagnostizierte Autoimmunerkrankung, das ist jede zwölfte Person (11). Weltweit gehen 75 Prozent aller nicht pandemiebedingten Todesfälle auf nichtübertragbare Erkrankungen zurück (12). Das sind die Erkrankungen, die sich über Jahre aufbauen, bevor jemand sie bemerkt.

Am besten belegt ist der Zusammenhang für das Herz-Kreislauf-System. Eine etwa dreifach höhere CRP-Konzentration ging dort mit einem um 37 Prozent höheren Risiko für eine koronare Herzkrankheit einher (3). Entscheidend für das Verständnis ist, wann gemessen wurde: Die Blutabnahmen liegen in diesen prospektiven Untersuchungen am Anfang, die Ereignisse kamen Jahre später. Die Entzündungsaktivität war also messbar, bevor die Diagnose stand. Das ist der Kern dessen, was mit dem Bild vom Vorboten gemeint ist.

Bei Autoimmun- und bei Krebserkrankungen ist die Lage anders. Dass Entzündungsprozesse an beiden beteiligt sind, ist fachlich unstrittig. Ob eine über Jahre laufende niedriggradige Aktivität diesen Erkrankungen vorausgeht oder ob sie Teil ihres Verlaufs ist, lässt sich für den einzelnen Menschen nicht sagen. Wir bleiben an dieser Stelle bewusst vorsichtig, weil ein Zusammenhang in Beobachtungsdaten noch keine Ursache benennt.

Für deine Arbeit folgt daraus eine sehr praktische Sache. Der Anlass, Entzündungswerte anzusehen, ist nicht die vorliegende Diagnose. Der Anlass ist die Zeit davor.

Wie entsteht eine stille Entzündung?

Eine stille Entzündung entsteht dort, wo eine Belastung bleibt, die der Körper nicht auflösen kann. Ein einzelner Auslöser ist die Ausnahme. In aller Regel kommen mehrere zusammen und halten sich gegenseitig am Laufen, und genau deshalb führt die Suche nach der einen Ursache selten weiter.

Die erste Gruppe liegt im Stoffwechsel. Das Fettgewebe im Bauchraum ist kein reiner Speicher, es ist aktives Stoffwechselgewebe und gibt selbst Botenstoffe ab. Ein zunehmender Bauchumfang wird deshalb mit einer höheren Grundaktivität des Immunsystems in Verbindung gebracht. In dieselbe Richtung wirkt eine Insulinresistenz, also ein Zustand, in dem die Zellen schlechter auf Insulin ansprechen und der Körper mit immer mehr davon gegensteuert.

Die zweite Gruppe betrifft Belastung und Erholung. Eine dauerhafte Stressbelastung wirkt über die HPA-Achse, also über das Zusammenspiel von Hypothalamus, Hypophyse und Nebennieren, das die Cortisolausschüttung steuert. Bleibt diese Achse über Jahre gefordert, verändert sich ihre Antwort. Zu wenig Schlaf und ein verschobener Tag-Nacht-Rhythmus gehören in dieselbe Gruppe, weil sich das Immunsystem nach demselben Takt richtet.

Die dritte Gruppe kommt aus dem Alltag. Dazu gehören eine Ernährung mit hohem Anteil stark verarbeiteter Lebensmittel und wenig Ballaststoffen, anhaltender Bewegungsmangel, Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum. Diese Faktoren werden am häufigsten genannt, und sie sind auch die einzigen, die sich ohne Labor beobachten lassen.

Die vierte Gruppe fällt fast nie auf, weil sie selbst still ist. Dazu gehören Zahn- und Wurzelherde, eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung, eine anhaltende Virusaktivität und die Darmebene: eine gestörte Barrierefunktion der Darmschleimhaut und eine Dysbiose, also eine Verschiebung in der Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Ob eine erhöhte Durchlässigkeit dabei Ursache oder Folge ist, ist für die meisten Krankheitsbilder offen. Als Ebene, an der sich etwas bewegen lässt, ist sie trotzdem eine der ergiebigsten.

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Warum eine stille Entzündung im Regelsystem selten auffällt, und wo die funktionelle Medizin ergänzt

Eine stille Entzündung fällt in der Regelversorgung selten auf, weil diese auf definierte Krankheitsbilder ausgerichtet ist und eine stille Entzündung keines davon ist. Es gibt keine Leitlinie, die sie definiert, keinen Grenzwert, ab dem sie vorliegt, und damit auch keinen Behandlungspfad, den jemand abarbeiten könnte.

Das ist keine Frage der Sorgfalt. Die Werkzeuge sind für eine andere Frage gebaut, und diese Frage beantworten sie ausgezeichnet. Das Standard-CRP soll zeigen, ob gerade eine akute Entzündung läuft, und das tut es zuverlässig. Dazu kommt, dass der getaktete Versorgungsalltag für eine ausführliche Ursachensuche wenig Raum lässt, unabhängig davon, wie gut jemand arbeitet. Das ist eine Eigenschaft der Struktur.

Eine zweite Eigenschaft geht im Alltag leicht unter, und sie ist für dieses Thema die wichtigere. Ein Referenzbereich beschreibt, welche Werte in einer Vergleichsgruppe häufig vorkommen. Er beschreibt nicht, welcher Wert für einen einzelnen Menschen günstig ist. Ein Wert am oberen Rand ist damit pathologisch unauffällig und trotzdem eine Information.

An dieser Stelle ergänzt die funktionelle Medizin, und sie ersetzt dabei nichts. Der Ausschluss ernsthafter Erkrankungen, die Bildgebung und die Akutversorgung bleiben unverändert Aufgabe der klassischen Medizin. Was danach kommt, ist eine andere Fragestellung: nicht, ob ein Wert außerhalb der Norm liegt, sondern wo er innerhalb der Norm steht, wohin er sich über die Zeit bewegt und was ihn dorthin gebracht hat.

In der funktionellen Medizin wird mit engeren Zielbereichen gearbeitet als in der Laborreferenz. Diese Zielbereiche sind Arbeitswerte aus der Praxis, um optimale Gesundheit zu erreichen und keine Leitlinienwerte. Ihre Zahlen stehen hier deshalb nicht. Die Blickrichtung dahinter kannst du trotzdem mitnehmen.

Darin liegt der Präventionsgedanke, und er hängt am Zeitpunkt. Es geht darum, Hinweise zu lesen, bevor eine Diagnose steht. Das ist auch der Grund, warum dieser Artikel eine Reihenfolge und Störgrößen erklärt und keine Bestellliste für eine Blutanalyse ist.

Warum das CRP allein nicht reicht

Ein CRP im Referenzbereich schließt eine stille Entzündung nicht aus, weil die gängigen Grenzwerte nie dafür gemacht wurden, eine niedriggradige Aktivität abzubilden. Das Standard-CRP ist auf die Akutdiagnostik ausgelegt und löst genau den unteren Bereich schlecht auf, in dem sich eine stille Entzündung abspielt. Das hochsensitive CRP, kurz hsCRP, misst dasselbe Protein mit einem empfindlicheren Verfahren und macht diesen Bereich überhaupt erst lesbar.

Zwei Zahlenreihen sind dabei leitlinienfest. Das gemeinsame Statement von CDC und AHA ordnet hsCRP-Werte unter 1,0 mg/L einem niedrigen, 1,0 bis 3,0 mg/L einem mittleren und über 3,0 mg/L einem hohen kardiovaskulären Risiko zu (1). Die Cholesterin-Leitlinie von ACC und AHA führt ein hsCRP ab 2,0 mg/L als risikoverstärkenden Faktor, verlangt dafür aber zwei aufeinanderfolgende Messungen ohne erkennbare andere Ursache der Erhöhung (2).

Beide Zahlenreihen beschreiben kardiovaskuläres Risiko. Sie sagen nicht, ab wann eine stille Entzündung vorliegt. Einen leitliniendefinierten Grenzwert für eine stille Entzündung gibt es nicht, und daraus folgt beides: Ein Wert über 3,0 mg/L belegt keine stille Entzündung, und ein Wert darunter schließt sie nicht aus.

Damit ist auch umrissen, was Prävention hier heißt und was sie nicht heißt. Sie heißt nicht, eine Zahl nach unten zu bringen. Sie heißt, früh genug hinzusehen, den Verlauf über die Jahre zu kennen und die Ursache hinter einer Erhöhung zu suchen. Der Wert ist dabei das Instrument und nicht das Ziel.

Fünf Blutwerte zur stillen Entzündung, die im Zusammenhang wichtige Hinweise geben

Fünf Werte tauchen bei der Frage nach einer stillen Entzündung regelmäßig in derselben Blutanalyse auf, und jeder von ihnen zeigt einen anderen Ausschnitt derselben Aktivität. Drei von ihnen sind Akute-Phase-Proteine, und einer davon bringt zusätzlich die Verbindung zur Gerinnung mit. Einer ist der Signalstoff, der eine Stufe früher in der Kette steht, und einer gehört fachlich betrachtet gar nicht in diese Gruppe.

1. hsCRP zeigt die Aktivität, für die das Standard-CRP zu grob misst

hsCRP ist ein Akute-Phase-Protein, also ein Eiweiß, das die Leber bei Entzündungsreizen vermehrt bildet, und es steigt, wenn Botenstoffe wie Interleukin-6 die Leberzellen dazu anstoßen. Von den fünf Werten ist es der am besten untersuchte, und er ist der einzige, zu dem überhaupt leitlinienfeste Zahlen vorliegen.

Dass ein Wert anzeigt, heißt allerdings nicht, dass er verursacht. Ein Verfahren, das genetische Varianten nutzt, um Ursache und Begleiterscheinung zu trennen, heißt Mendelsche Randomisierung. Eine solche Analyse fand für genetisch bedingt höheres CRP kein erhöhtes Risiko für eine koronare Herzkrankheit, während das gemessene CRP klar mit dem Risiko einherging (4). Für deine Arbeit mit dem Wert heißt das: hsCRP ist ein Anzeiger und kein Angriffspunkt.

2. Interleukin-6 steht in der Kette vor dem hsCRP

Interleukin-6, kurz IL-6, ist ein Botenstoff des Immunsystems und einer der Auslöser dafür, dass die Leber CRP bildet. Als Messgröße im Praxisalltag ist IL-6 unhandlich, und leitliniennahe Referenzbereiche für die Beurteilung einer stillen Entzündung gibt es nicht. Für das Verständnis lohnt sich der Wert trotzdem, denn ein erhöhtes hsCRP ist häufig das nachgelagerte Signal einer Aktivität, die eine Stufe früher beginnt.

Wie eigenständig diese Achse ist, zeigt eine randomisierte, doppelblinde Untersuchung an Menschen nach einem Herzinfarkt. Interleukin-1β steht in der Kaskade noch vor IL-6, und eine dagegen gerichtete Antikörpertherapie senkte die Rate erneuter kardiovaskulärer Ereignisse unabhängig von den Blutfetten (9). Die Entzündungsachse ist damit eine eigene Größe und kein Nebenprodukt des Fettstoffwechsels. Untersucht wurde eine Hochrisiko-Gruppe unter laufender medikamentöser Therapie, und genau daran endet die Reichweite dieses Ergebnisses: Auf Ernährung, Nahrungsergänzung oder gesunde Klienten lässt es sich nicht übertragen.

3. Fibrinogen verbindet Entzündung und Gerinnung

Fibrinogen ist ein Gerinnungsfaktor und zugleich ein Akute-Phase-Protein, es steigt also bei Entzündungsaktivität mit. Ein um 1 g/L höheres Plasma-Fibrinogen ging mit einem etwa 1,8-fach erhöhten Risiko für eine koronare Herzkrankheit einher, nachdem die etablierten Risikofaktoren berücksichtigt waren (5). In der Blutanalyse bringt Fibrinogen damit eine Information mit, die das hsCRP allein nicht liefert, nämlich die Verbindung zur Gerinnung.

4. Ferritin ist Eisenspeicher und Akute-Phase-Protein zugleich

Ferritin bildet den Eisenspeicher ab und reagiert gleichzeitig auf Entzündung. Diese Doppelrolle macht es zu dem Wert, der in der ganzen Blutanalyse am häufigsten falsch gelesen wird. Im BRINDA-Projekt verhielten sich die Ferritinwerte linear zu den Akute-Phase-Proteinen, sodass ein Eisenmangel bei gleichzeitiger Entzündung ohne Korrektur unterschätzt wird (6). Untersucht wurden dort Vorschulkinder und Frauen im gebärfähigen Alter, überwiegend in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Auf eine deutsche Praxispopulation lassen sich die Zahlen nicht übertragen, die Richtung der Aussage bleibt gültig.

Praktisch wird es bei der Konstellation, die im Entzündungsmodul der Functional Medicine Practitioner Ausbildung ausführlich durchgearbeitet wird. Das Serum-Eisen ist niedrig, das Ferritin liegt im mittleren oder hohen Bereich, und die Entzündungswerte sind erhöht. Dahinter kann eine entzündungsbedingte Eisenverschiebung stehen, bei der der Körper das Eisen aktiv zurückhält. Ob in dieser Lage eine Eisengabe der richtige Schritt ist, gehört ärztlich abgewogen, und ein hoher Ferritinwert ist dann kein Entwarnungssignal.

5. Homocystein ist kein Entzündungsmarker und hat trotzdem eine wichtige Rolle

Homocystein ist ein Zwischenprodukt des Methionin-Stoffwechsels und kein Akute-Phase-Protein, es steigt also nicht als Teil einer Entzündungsreaktion. Erhöht ist es typischerweise bei Störungen im Folat- und B12-Weg oder bei eingeschränkter Nierenfunktion. In der Blutanalyse steht es, weil es die Methylierung abbildet und in Beobachtungsdaten mit dem Gefäßrisiko einhergeht, und damit ergänzt es eine Ebene, die die Entzündungsmarker nicht abdecken.

Die Erwartungen an diesen Wert sind größer als seine Datenlage. Eine Metaanalyse ordnet erhöhtes Homocystein als höchstens mäßigen unabhängigen Prädiktor für Herz-Kreislauf-Ereignisse ein (7), und ein Cochrane-Review fand für eine Senkung mit B-Vitaminen keinen Effekt auf Herzinfarkt oder Gesamtsterblichkeit, lediglich eine geringe Verringerung des Schlaganfallrisikos (8). Diese Arbeiten beantworten die Frage nach der breiten Supplementierung, nicht die Frage nach einem nachgewiesenen Mangel im Einzelfall.

Wie Homocystein mit der Folat-Verwertung zusammenhängt und welche Rolle die MTHFR-Variante dabei spielt, liest du in MTHFR-Mutation: was sie bedeutet und wer sie hat. Hier bleibt Homocystein der Wert, der neben den Entzündungswerten mitläuft und mit ihnen zusammen gelesen wird.

Ein einzelner Wert entscheidet nichts, das Zusammenspiel schon

Ein einzelner erhöhter Wert beantwortet die Frage nach einer stillen Entzündung nicht, weil sich die fünf Werte überlappen und dieselbe Aktivität aus verschiedenen Richtungen abbilden. Das lässt sich beziffern: In derselben Auswertung, die für CRP ein um 37 Prozent erhöhtes Risiko fand, ging dieser Wert nach zusätzlicher Berücksichtigung des Fibrinogens auf 23 Prozent zurück (3). Die beiden Werte messen zu einem guten Teil dasselbe.

In der Arbeit mit Klienten wird es dort interessant, wo die Werte auseinanderlaufen. Ein hohes Ferritin bei gleichzeitig niedrigem Serum-Eisen und erhöhtem hsCRP liest sich völlig anders als ein hohes Ferritin bei einem hsCRP im unteren Bereich: Im ersten Fall steht die Entzündungsaktivität im Vordergrund und der Eisenstatus ist von ihr überlagert, im zweiten Fall stellt sich die Eisenfrage tatsächlich als Eisenfrage.

Ein erhöhtes Homocystein neben einem erhöhten hsCRP ist dagegen keine doppelte Bestätigung derselben Sache. Es sind zwei Ebenen, die zufällig auf derselben Seite stehen. Die eine gehört zur Entzündungsaktivität, die andere zur Methylierung und zum Gefäßstress. Wer beide Werte als eine Aussage liest, verliert genau die Information, für die die Blutanalyse angefordert wurde.

Beide Leitlinien ziehen aus dieser Überlappung dieselbe Konsequenz, und sie tun es ausdrücklich: Das CDC-AHA-Statement lässt eine Risikoeinordnung erst nach zwei Messungen zu und mittelt deren Ergebnisse (1), die Cholesterin-Leitlinie verlangt zwei aufeinanderfolgende Termine ohne erkennbare andere Ursache (2). Eine Aussage aus einem einzigen Wert arbeitet gegen die Dokumente, auf die sie sich beruft.

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Fünf Blutwerte geben Hinweise, bevor Symptome entstehen

Was du hier für die Entzündungsmarker gelesen hast, führt der Leitfaden an fünf Parametern durch: das funktionelle Fenster statt des reinen Referenzbereichs, jede Kernaussage mit Studie belegt. 11 Seiten als PDF, am Schluss eine Checkliste für den nächsten Befund. Verfasst von Dr. med. Manuel Burzler, Corinna van der Eerden und Dr. Daniel Auer.

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Infekt, Belastung und Eisenstatus verschieben die Werte, bevor sie etwas bedeuten

Bevor du die Werte im Zusammenhang liest, klärst du jede Störgröße, denn jeder der fünf Werte lässt sich auch ohne stille Entzündung verschieben. Fünf Einflüsse begegnen dir dabei besonders häufig:

  • Ein akuter Infekt: Er hebt die Akute-Phase-Proteine unabhängig von jeder chronischen Aktivität an, und er ist der häufigste Grund für einen Wert, der einmalig deutlich nach oben ausschlägt.
  • Intensive körperliche Belastung, Verletzungen und Eingriffe: Auch sie lösen eine Akute-Phase-Reaktion aus, die tagelang nachwirken kann, ein ungewohnter Trainingsblock kurz vor der Blutabnahme gehört deshalb in die Anamnese.
  • Der Eisenstatus zusammen mit einer laufenden Entzündung: Er verschiebt das Ferritin in beide Richtungen, weshalb ein Ferritinwert ohne Entzündungswerte daneben kaum interpretierbar ist (6).
  • Die Nierenfunktion und der Status der B-Vitamine: Beide bestimmen das Homocystein mit, unabhängig davon, ob eine Entzündungsaktivität vorliegt.
  • Medikamente und körperliche Umstellungen wie eine Schwangerschaft: Sie können Entzündungs- und Gerinnungswerte beeinflussen, ohne dass eine stille Entzündung dahintersteht.

Für das hsCRP hat das CDC-AHA-Statement daraus eine ausdrückliche Verfahrensregel gemacht: Liegt der Wert über 10 mg/L, wird er nicht als Risikoinformation gelesen. Der Test wird wiederholt, und es wird nach einer Infektion oder einer anderen Entzündungsquelle gesucht (1). Ein solcher Wert ist also ein Abklärungsauftrag.

Die Reihenfolge der Abklärung entscheidet darüber, was die Werte aussagen können

Die Reihenfolge entscheidet, weil jeder Schritt die Aussagekraft des nächsten bestimmt: Wer die Störgrößen erst nach der Interpretation prüft, hat das Rauschen bereits mitinterpretiert. Eine Leitlinie, die eine Abklärungsreihenfolge für eine stille Entzündung festlegt, gibt es nicht. Was hier steht, ist unser internes Vorgehen, wie wir es in der Functional Medicine Practitioner Ausbildung durcharbeiten, ergänzt um die beiden Verfahrensregeln, die tatsächlich leitlinienfest sind. Dahinter steht das Prinzip „Die Reihenfolge zählt“, und die folgenden Schritte setzen genau das um.

Zwei Laborausdrucke im Abstand von zwei Wochen als Verlaufskontrolle der Entzündungswerte

Zuerst die Anamnese, dann das Labor: Ob die Werte danach überhaupt etwas aussagen können, klärt sich in diesem ersten Schritt. Einen durchgemachten Infekt, einen Eingriff, eine Verletzung, einen ungewohnt harten Trainingsblock oder eine Umstellung der Medikation fragst du deshalb ab, bevor du eine Blutanalyse anforderst.

Dann die zweite Messung, bevor irgendetwas eingeordnet wird: Von allen Schritten dieser Reihenfolge ist dieser der einzige, der wirklich leitlinienfest ist, beide oben genannten Dokumente verlangen ihn ausdrücklich (1) und (2). Für Werte über 10 mg/L gilt die Wiederholungsregel aus dem vorigen Abschnitt, dort steht der Verdacht auf eine akute Quelle vor jeder Risikoeinordnung.

Erst danach das Zusammenspiel: hsCRP, IL-6, Fibrinogen, Ferritin und Homocystein liest du zusammen, ergänzt um den Eisenstatus und das Differenzialblutbild, also die Aufschlüsselung der weißen Blutkörperchen nach Untergruppen. Das Verhältnis von Neutrophilen zu Lymphozyten wird klassisch als Hinweis auf eine eher bakterielle oder eher virale Richtung gelesen. Es verschiebt sich allerdings ebenso unter Cortisol, nach starker körperlicher Belastung und bei einer länger laufenden Entzündungsaktivität, und ist deshalb ohne die übrigen Werte kein Wegweiser.

Zum Schluss die Ursachenebene: Erst wenn das Bild steht, fragst du, woher die Aktivität kommt, und landest bei den vier Gruppen aus dem Ursachenabschnitt. Kein einzelner Wert wird dabei für sich genommen angegangen, du suchst die Kette dahinter. Wie dieses Denken aufgebaut ist, von der Anamnese über die Ursachen-Wirkungs-Kette bis zur Auswertung, liest du in funktionelle Medizin und die Suche nach der Wurzel der Krankheit.

Und die Stelle, an der ärztlich abgeklärt wird: Eine deutliche Erhöhung ohne erkennbaren akuten Anlass gehört ärztlich abgeklärt, bevor sie als stille Entzündung eingeordnet wird.

Wie eine solche Ursachenkette bei einer konkreten Erkrankung aussieht, zeigt der Artikel zur Hashimoto-Behandlung, dort läuft dieselbe Logik an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse entlang, mit den Werten, die dabei zusammen gelesen werden. Und wenn du umgekehrt vom Symptom kommst statt vom Laborwert: In chronische Müdigkeit und ihre Ursachen ist die Entzündungsspur eine von fünf Ursachengruppen, hsCRP steht dort als ein Punkt unter mehreren. Hier bekommt der Wert seinen eigenen Zusammenhang.

Erst die zweite Messung zeigt, ob die Erhöhung bleibt

Der Verlauf sagt bei einer stillen Entzündung mehr als jede Momentaufnahme, weil eine einzelne Zahl offenlässt, ob ein Wert dauerhaft erhöht ist oder an diesem einen Tag eine Ausnahme zeigt. Für das hsCRP ist der Abstand sogar beziffert. Das CDC-AHA-Statement nennt zwei Messungen, die optimalerweise etwa zwei Wochen auseinanderliegen, jeweils beim metabolisch stabilen Klienten und unabhängig davon, ob er nüchtern ist, und aus deren Ergebnissen ein Mittelwert gebildet wird (1).

Sinnvoll wird eine erneute Messung außerdem dann, wenn eine Störgröße sich aufgelöst hat, also nachdem ein Infekt abgeklungen ist, nachdem sich der Körper von einer starken Belastung erholt hat oder nachdem eine Medikation umgestellt wurde. Für längere Kontrollabstände und für die übrigen vier Werte gibt es keine belegten Intervalle. Den Abstand bestimmt damit der Anlass und nicht der Kalender.

Was du aus dem Verlauf gewinnst, ist die Unterscheidung zwischen einem Wert, der einmal ausgeschlagen hat, und einer Aktivität, die bleibt. Genau diese Unterscheidung ist der eigentliche Erkenntniswert der Blutwerte zur stillen Entzündung, und sie ist der Grund, warum die zweite Messung mehr bringt als der dritte zusätzliche Wert.

Häufige Fragen zu Blutwerten bei stiller Entzündung

Sechs Fragen kommen zu diesem Thema besonders oft, und sie betreffen weniger die Werte selbst als ihre Einordnung.

Welche Blutwerte zeigen eine stille Entzündung an?

Am häufigsten werden fünf Werte zusammen angefordert: hsCRP, Interleukin-6, Fibrinogen, Ferritin und Homocystein. Die ersten drei bilden Entzündungsaktivität direkt ab, Ferritin steht zwischen Eisenstoffwechsel und Entzündung, Homocystein gehört fachlich zur Methylierung und läuft in derselben Blutanalyse mit. Keiner dieser Werte belegt für sich eine stille Entzündung. Aussagekraft entsteht aus der Kombination mehrerer Werte, aus dem Vergleich mit dem Eisenstatus und dem Differenzialblutbild und aus mindestens einer Wiederholungsmessung.

Was ist der Unterschied zwischen CRP und hsCRP?

Beide Tests messen dasselbe Eiweiß, sie unterscheiden sich in der Empfindlichkeit des Verfahrens. Das Standard-CRP springt zuverlässig an, wenn eine akute Entzündung läuft, und für diese Situation wurde es entwickelt. Das hochsensitive CRP löst darunter noch Unterschiede auf, die für die Frage nach einer dauerhaft niedriggradigen Aktivität den Ausschlag geben. Für diese Frage forderst du also ausdrücklich hsCRP an, beim Verdacht auf einen akuten Infekt genügt das Standard-CRP.

Was bedeutet ein erhöhter hsCRP-Wert?

Ein erhöhter hsCRP-Wert bedeutet zunächst, dass die Leber vermehrt ein Akute-Phase-Protein bildet, und dafür kommen viele Anlässe infrage: ein Infekt, eine Verletzung, eine starke körperliche Belastung oder eine chronische Entzündungsquelle. Die Kategorien von CDC und AHA mit den Grenzen 1,0 und 3,0 mg/L ordnen den Wert einem kardiovaskulären Risiko zu (1), sie stellen keine Diagnose einer stillen Entzündung. Eine deutliche Erhöhung ohne erkennbaren akuten Anlass gehört ärztlich abgeklärt, bevor sie als stille Entzündung eingeordnet wird.

Welche Folgen kann eine stille Entzündung haben?

Belegt ist vor allem der Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-Risiko: Erhöhte Entzündungswerte gingen in großen prospektiven Auswertungen mit mehr koronaren Ereignissen einher (3) (5). Dass sie diese Ereignisse verursachen, folgt daraus nicht, denn für genetisch bedingt höheres CRP ließ sich kein erhöhtes Risiko zeigen (4). Bei Autoimmun- und Krebserkrankungen sind Entzündungsprozesse beteiligt, ob eine niedriggradige Aktivität ihnen vorausgeht, lässt sich für den einzelnen Menschen nicht sagen. Praktisch bleibt eine erhöhte Entzündungsaktivität damit ein früher Hinweis und keine Prognose.

Warum gilt Ferritin gleichzeitig als Eisenwert und als Entzündungswert?

Ferritin ist das Speichereiweiß für Eisen und zugleich ein Akute-Phase-Protein, es steigt also bei Entzündungsaktivität unabhängig vom tatsächlichen Eisenvorrat. Deshalb kann ein Ferritinwert im mittleren Bereich einen Eisenmangel verdecken, wenn parallel eine Entzündung läuft (6). Sinnvoll lesbar wird der Wert erst zusammen mit dem Serum-Eisen und mindestens einem Entzündungsmarker. Die Frage, ob Ferritin hoch oder niedrig ist, führt für sich genommen regelmäßig in die falsche Richtung.

Wie oft sollten Entzündungswerte kontrolliert werden?

Der Rhythmus richtet sich nach dem Anlass, und für das hsCRP nennt das CDC-AHA-Statement zusätzlich zwei Messungen mit etwa zwei Wochen Abstand bei metabolisch stabiler Lage, aus denen ein Mittelwert gebildet wird (1). Wenn eine Störgröße wie ein Infekt abgeklungen ist oder eine Maßnahme begonnen wurde, ist eine erneute Messung informativ. Feste Kontrollintervalle für IL-6, Fibrinogen, Ferritin und Homocystein sind aus Leitlinien nicht bekannt. Den Takt bestimmt die behandelnde Person zusammen mit dem Klienten.

Quellen

  • (1) Pearson TA, Mensah GA, Alexander RW et al. Markers of inflammation and cardiovascular disease: application to clinical and public health practice. A statement for healthcare professionals from the Centers for Disease Control and Prevention and the American Heart Association. Circulation 2003. PMID 12551878
  • (2) Grundy SM, Stone NJ, Bailey AL et al. 2018 AHA/ACC Guideline on the Management of Blood Cholesterol. Circulation 2019;139(25):e1082-e1143. PMID 30586774
  • (3) Emerging Risk Factors Collaboration (Kaptoge S, Di Angelantonio E, Lowe G et al.). C-reactive protein concentration and risk of coronary heart disease, stroke, and mortality: an individual participant meta-analysis. Lancet 2010. PMID 20031199
  • (4) C Reactive Protein Coronary Heart Disease Genetics Collaboration (Wensley F, Gao P, Burgess S et al.). Association between C reactive protein and coronary heart disease: mendelian randomisation analysis based on individual participant data. BMJ 2011. PMID 21325005
  • (5) Fibrinogen Studies Collaboration (Danesh J, Lewington S, Thompson SG et al.). Plasma fibrinogen level and the risk of major cardiovascular diseases and nonvascular mortality: an individual participant meta-analysis. JAMA 2005. PMID 16219884
  • (6) Namaste SM, Rohner F, Huang J et al. Adjusting ferritin concentrations for inflammation: Biomarkers Reflecting Inflammation and Nutritional Determinants of Anemia (BRINDA) project. Am J Clin Nutr 2017. PMID 28615259
  • (7) Homocysteine Studies Collaboration. Homocysteine and risk of ischemic heart disease and stroke: a meta-analysis. JAMA 2002. PMID 12387654
  • (8) Marti-Carvajal AJ, Sola I, Lathyris D, Dayer M. Homocysteine-lowering interventions for preventing cardiovascular events. Cochrane Database of Systematic Reviews 2017. PMID 28816346
  • (9) Ridker PM, Everett BM, Thuren T et al.; CANTOS Trial Group. Antiinflammatory therapy with canakinumab for atherosclerotic disease. N Engl J Med 2017. PMID 28845751
  • (10) Robert Koch-Institut, Gesundheit in Deutschland aktuell, Erhebungswelle 2024, n = 27.087. Anteil der Erwachsenen mit chronischer Krankheit: 53,7 Prozent.
  • (11) Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi), vertragsärztliche Abrechnungsdaten 2022, 73,2 Millionen Versicherte. Anteil mit mindestens einer diagnostizierten Autoimmunerkrankung: 8,61 Prozent, also jede zwölfte Person.
  • (12) World Health Organization, Fact sheet Noncommunicable diseases, Stand 25. September 2025. who.int

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In diesem Artikel steht mehrfach, wo eine Leitlinie eine Frage offenlässt. Diese Trennung ziehen wir in jedem Thema. Du bekommst Fälle aus der funktionellen Diagnostik, die Quellen dazu und die Stellen, an denen die Datenlage dünner ist, als sie klingt.

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