Warum Dich Polyphenole vor Alzheimer schützen können

Polyphenole Alzheimer

Immer mehr Menschen leiden an Alzheimer und Parkinson, diese beiden Erkrankungen bringt man oft schon ganz automatisch mit dem Älter werden in Verbindung

. Da wir noch nicht wissen, wie man diese Krankheiten heilt, ist die Prävention von besonderer Relevanz. Verschiedene Forschungen zeigen, dass Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung und kognitive Stimulation vor Demenz schützen können. In diesem Artikel erfährst Du über die Bedeutung von Polyphenolen in Bezug auf Alzheimer und anderen Erkrankungen und was unsere Mitochondrien damit zu tun haben.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 zeigt, dass bestimmte natürliche Polyphenole wie Curcumin, Quercetin und Resveratrol möglicherweise zur Behandlung von Amyloid* – assoziierten Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson beitragen können. Amyloid-Aggregate spielen bei diesen Erkrankungen eine Rolle und können giftig für Zellen sein.

* Amyloid-assoziierte Erkrankungen sind eine Gruppe von Erkrankungen, die durch die Ablagerung von abnormen Proteinen, die als Amyloide bezeichnet werden, in verschiedenen Geweben und Organen im Körper verursacht werden. Diese Ablagerungen können zu Schäden an den betroffenen Geweben und Organen führen, was zu einer Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen führen kann. Bei einem Amyloid handelt es sich um eine abnormale Faltung von Proteinen, die normalerweise im Körper vorkommen. Wenn Proteine so abnorm gefaltet sind, können sie sich in unlöslichen Ablagerungen ansammeln. Diese können verschiedene Gewebe und Organe im Körper beeinträchtigen, einschließlich des Gehirns, des Herzens, der Leber, der Nieren und anderer Organe.

Die häufigsten Amyloid-assoziierten Erkrankungen sind:

  • Alzheimer-Krankheit: Eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die Gedächtnisverlust, Stimmungsschwankungen und Verhaltensänderungen verursachen kann.
  • Parkinson-Krankheit: Eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu Zittern, Steifheit und Bewegungsproblemen führen kann.
  • Diabetes mellitus Typ 2: Eine Erkrankung, bei der der Körper nicht mehr in der Lage ist, Insulin effektiv zu nutzen, was zu hohen Blutzuckerwerten führen kann.
  • Amyloidose: Eine Erkrankung, bei der sich Amyloidablagerungen in verschiedenen Organen im Körper ansammeln und zu Organversagen führen können.
  • Herzinsuffizienz: Eine Erkrankung, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut zu pumpen, was zu Symptomen wie Atemnot und Müdigkeit führen kann.

Polyphenole im grünen Tee

Polyphenole – schützende Pflanzenstoffe

Polyphenole sind bioaktive Verbindungen, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Tee und Wein vorkommen. Sie haben antioxidative Eigenschaften und können freie Radikale neutralisieren, die oxidative Schäden an Zellen und Geweben verursachen können.

In einem Experiment wurde untersucht, ob die natürlichen Polyphenole Curcumin, Quercetin und Resveratrol eine schützende Wirkung auf mitochondriale Membranen haben, wenn diese durch HEWL (Lysozym vom Hühnereiweß) -Oligomere beeinträchtigt werden.

Dabei handelt es sich um eine wichtige Fragestellung im Zusammenhang mit amyloid-basierten Erkrankungen, bei denen sich Aggregate aus abnormalem Protein im Körper ansammeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vorinkubation von mitochondrialen Homogenaten mit Polyphenolen die Permeabilisierung der Membranen in einer konzentrationsabhängigen Weise erheblich hemmt.

Dies deutet darauf hin, dass diese Polyphenole potenziell als therapeutischer Ansatz zur Behandlung von amyloidbedingten Erkrankungen eingesetzt werden könnten.

Die bei der Studie untersuchten HEWL-Oligomere sind bekannt dafür, giftig für Zellen zu sein. Die Polyphenole interagierten mit den HEWL-Oligomeren und verursachten eine Änderung ihrer Struktur, wodurch ihre Toxizität gehemmt wurde.

Die Forscher schlagen vor, dass die Polyphenole ihre schützende Wirkung entweder durch die Interaktion mit Mitochondrien oder durch die direkte Wechselwirkung mit den HEWL-Oligomeren ausüben und so eine Änderung in der Struktur der Oligomere hervorrufen, die dann weniger toxisch sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Polyphenole eine vielversprechende Möglichkeit zur Behandlung von Amyloid-assoziierten Erkrankungen darstellen könnten, da sie die Toxizität von Amyloid-Aggregaten hemmen und Mitochondrien schützen.

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Polyphenole, Schutz für unsere Mitochondrien?

Eine 2021 veröffentlichte Studie sagt aus, dass Polyphenole einen Einfluss auf die mitochondriale Biogenese haben können (2).

Mitochondriale Biogenese bezeichnet den Prozess, durch den sich neue Mitochondrien in einer Zelle bilden und bestehende Mitochondrien repariert und gewartet werden. Es ist ein komplexer Prozess, der viele Gene und Signalwege umfasst.

Wenn sich neue Mitochondrien bilden, werden mehrere Schritte durchlaufen, einschließlich der Replikation des mitochondrialen Genoms, der Synthese von Proteinen, die für die Mitochondrienfunktion erforderlich sind, und der Zusammenbau der mitochondrialen Membranen.

Sie ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Zellfunktion und des Energiestoffwechsels. Wenn die mitochondriale Biogenese beeinträchtigt ist, kann dies zu einer Verringerung der Energieproduktion, einer Beeinträchtigung des Stoffwechsels und der Zellfunktionen und letztendlich zu Krankheiten führen.

Das Erhöhen der mitochondrialen Biogenese kann daher viele gesundheitliche Vorteile haben, wie eine Verbesserung der Energieproduktion, der Unterstützung von körperlicher Leistungsfähigkeit und Ausdauer, der Verbesserung der Insulinsensitivität und der Reduktion des Risikos von altersbedingten Krankheiten.

Der AMPK-Signalweg und der PGC-1α-Signalweg sind zwei wichtige Signalwege, die die mitochondriale Biogenese regulieren. AMPK wird aktiviert, wenn die Energieproduktion der Zelle beeinträchtigt ist, was eine Erhöhung der Mitochondrienzahl und -aktivität zur Folge hat, um den Energiebedarf der Zelle zu decken. PGC-1α ist ein Master-Regulator, der viele Gene steuert, die an der mitochondrialen Biogenese beteiligt sind, und wird von vielen verschiedenen Signalwegen aktiviert, einschließlich AMPK.

Natürliche Polyphenole wie Resveratrol, Quercetin, EGCG und Curcumin können die Aktivierung dieser Signalwege stimulieren und so die mitochondriale Biogenese erhöhen. Resveratrol und Quercetin aktivieren direkt den AMPK-Signalweg, während EGCG den PGC-1α-Signalweg aktiviert. Curcumin hemmt den mTOR-Signalweg, der ein negativer Regulator der mitochondrialen Biogenese ist, und erhöht so die mitochondriale Biogenese.

Die Aktivierung dieser Signalwege und die Erhöhung der mitochondrialen Biogenese können viele Vorteile für die Gesundheit haben, einschließlich der Verbesserung der Energieproduktion, der Unterstützung von körperlicher Leistungsfähigkeit und Ausdauer, der Verbesserung der Insulinsensitivität, der Unterstützung des Stoffwechsels und der Reduktion des Risikos von altersbedingten Krankheiten.

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(1) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28545969/
(2) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34336094/

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Dr. med. Manuel Burzler
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