Hilft Nux vomica bei Blasenentzündung?

Nux vomica Blasenentzündung

Die anatomischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern spielen eine bedeutende Rolle bei der Häufigkeit von Blasenentzündungen. Frauen haben eine kürzere Harnröhre, die nur etwa vier Zentimeter lang ist. Die männliche Harnröhre misst etwa zwanzig Zentimeter.

Bei Frauen haben Bakterien folglich einen kürzeren Weg zur Blase, wodurch sich das Infektionsrisiko erhöht. Zudem ist der Abstand zwischen Anus und Harnröhre beim weiblichen Geschlecht kürzer, sodass Darmbakterien leichter in die Harnröhre gelangen können.

Da Frauen häufiger unter Blasenentzündungen leiden, sind sie oft auf der Suche nach Mitteln, die schnelle Linderung bringen. Ein Wirkstoff, der hierbei helfen kann, ist Nux vomica. Es handelt sich dabei um ein homöopathisches Mittel, das aus den Samen des Brechnussbaumes gewonnen wird. Es wird vorrangig bei Menschen eingesetzt, die unter stressbedingten Symptomen leiden. 

Zu beachten ist jedoch, dass er derzeit keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass homöopathische Mittel bei der Behandlung von Blasenentzündungen wirksam sind. Es ist daher wichtig, stets einen erfahrenen Arzt um Rat zu fragen. Er kann Dir bei Bedarf ein Medikament oder ein passendes homöopathisches Mittel verschreiben. 

Beobachtest Du, dass Infektionen bei Dir häufig dann auftreten, wenn Du unter Stress oder Verspannungen leidest, gibt es verschiedene homöopathische Muskelrelaxantien, über die Du Dich ebenfalls informieren kannst. Ein Arzt oder ausgebildeter Homöopath führt zunächst eine genaue Anamnese durch, um Dir den passenden Wirkstoff sowie eine geeignete Dosierung zu verschreiben. 

An welchen Symptomen Du Blasenentzündungen erkennst, erklären wir Dir im nächsten Abschnitt. Anschließend gehen wir auf mögliche Ursachen sowie Risikofaktoren ein. Diese können ganz banal sein, etwa eine falsche Wischtechnik nach dem Toilettengang. Zuletzt gehen wir darauf, welche Mittel bei Blasenentzündungen Linderung verschaffen.

Häufige Symptome bei einer Blasenentzündung

Das Gefühl des häufigen Harndrangs, selbst wenn die Blase nicht voll ist, wird wohl am ehesten mit der Krankheit in Verbindung gebracht. Grund dafür ist, dass durch die Infektion die Blasenschleimhaut gereizt wird.

Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Symptome auftreten

  • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen: Betroffene haben durch die entzündete Schleimhaut der Harnwege oft ein brennendes oder stechendes Gefühl während des Wasserlassens. Dieses hält manchmal auch noch nach dem Urinieren an.
  • Unterbauchschmerzen: Wenn sich die entzündete Blase ausdehnt und Druck auf die umliegenden Organe ausübt, kann das zu einem dumpfen Schmerz oder Druck im unteren Bauchbereich führen. Manchmal strahlen diese bis in den Rücken aus. Bei Brechreiz greifen einige Betroffene zu Globuli gegen Übelkeit.
  • Trüber oder ungewöhnlich riechender Urin: Der Urin kann trüb aussehen, gelblich bis bräunlich verfärbt sein sowie einen unangenehmen Geruch aufweisen. Die Trübung wird unter anderem durch die Bakterien und weißen Blutkörperchen im Urin verursacht. Der unangenehme Geruch resultiert aus den Stoffwechselprodukten der Bakterien.
  • Blut im Urin: Die Entzündung der Blasenschleimhaut kann kleine Blutgefäße beschädigen, was sich durch Blutungen bemerkbar macht. Dies tritt besonders bei schwereren oder unbehandelten Infektionen auf. Es kann versucht werden, durch Homöopathie die Blasenschleimhaut wieder aufzubauen. Halte hierzu am besten Rücksprache mit Deinem Arzt. 
  • Fieber: Darüber hinaus kann ich in schweren Fällen Fieber auftreten, oft begleitet von Müdigkeit und allgemeinem Krankheitsgefühl. Das Fieber ist eine Reaktion Deines Körpers auf die Infektion, die zeigt, dass das Immunsystem aktiv gegen die Erreger kämpft. Bei einer Ausbreitung der Infektion auf die Nieren können die Symptome schwerwiegender sein. Falls Du bis dahin noch nicht beim Arzt warst, solltest Du dies spätestens bei hohem Fieber tun!

Wichtig ist, dass Du die Infektion nicht auf die leichte Schulter nimmst! Leidest Du öfter unter diesen Symptomen, kann eine Beratung bei einem Gesundheitscoach womöglich sinnvoll sein.

Mögliche Ursachen und Risikofaktoren

Blasenentzündungen werden in der Regel durch bakterielle Infektionen verursacht, wobei Escherichia coli der häufigste Erreger ist. Diese Bakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen, können leicht aus dem Analbereich in die Harnröhre gelangen und aufsteigen, um eine Infektion in der Blase zu verursachen. 

Die tägliche Hygiene spielt eine wichtige Rolle bei der Prävention von Blasenentzündungen. Eine falsche Technik beim Abwischen nach dem Toilettengang, wie das Wischen von hinten nach vorn, kann Bakterien aus dem Analbereich in die Harnröhre einführen.

Überdies kann ein übermäßiger Gebrauch von Intimpflegeprodukten, die Duftstoffe oder aggressive Chemikalien enthalten, die empfindliche Schleimhaut der Harnwege reizen und deren Abwehrmechanismen schwächen.

Sexuelle Aktivität ist ein weiterer Risikofaktor. Geschlechtsverkehr kann Bakterien aus der Umgebung der Genitalien in die Harnröhre transportieren. Ebenso kann die Verwendung von Verhütungsmethoden wie Diaphragmen oder Spermiziden das Risiko erhöhen, da sie die natürliche Vaginalflora stören. Während der Schwangerschaft erhöhen hormonelle und anatomische Veränderungen das Risiko einer Blasenentzündung.

Außerdem sind Personen mit einem geschwächten Immunsystem anfälliger für Blasenentzündungen, da ihr Körper weniger effektiv gegen Infektionen kämpfen kann.

Ältere Erwachsene haben ein erhöhtes Risiko aufgrund von Veränderungen im Harntrakt und einer Abnahme der Immunkompetenz. Der Rückgang des Östrogenspiegels nach den Wechseljahren kann die Schleimhaut der Harnwege ebenfalls anfälliger für Infektionen machen. 

Des Weiteren ist es denkbar, dass Blasenentzündungen eine epigenetische Komponente haben könnten, auch wenn dies ein relativ neues und sich noch entwickelndes Forschungsgebiet ist. Die epigenetische Vererbung könnte sich beispielsweise auf das Auftreten von Blasenentzündungen auswirken, wenn epigenetische Mechanismen eine Rolle bei der Anfälligkeit für diese spielen. 

Interessierst Du Dich für diese und andere mögliche Zusammenhänge, empfehlen wir Dir die Ausbildung zum Epigenetik Coach von HealVersity. Das dort erlernte Wissen ist nicht nur für angehende Coaches relevant, sondern bringt ebenso privat einen Nutzen. Du kannst hierdurch zum Beispiel versuchen, mehr Energie im Alltag zu gewinnen.

Nux vomica

Was hilft bei einer Blasenentzündung?

Zur Behandlung von Blasenentzündungen gibt es verschiedene Ansätze, die sowohl konventionelle als auch alternative Methoden umfassen. Häufig verschriebene Medikamente wie Nitrofurantoin bekämpfen die bakteriellen Erreger direkt. Sie sind effektiv, erfordern jedoch eine Verschreibung und sollten nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. 

Aufgrund von zunehmenden Antibiotikaresistenzen ist es wichtig, die Medikamente genau nach Vorschrift zu nehmen und einen unnötigen Einsatz zu vermeiden. Zusätzlich können Medikamente wie Ibuprofen die Schmerzen lindern, die mit der Entzündung einhergehen. 

Nux vomica Blasenentzündung: Ein effektives Mittel?

Um Medikamente zu vermeiden, greifen Betroffene auch auf homöopathische Mittel zurück. Nux vomica, auch bekannt als Brechnuss, ist dabei ein häufig eingesetzter Wirkstoff.

Er soll helfen, das Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Eingesetzt wird der Wirkstoff vor allem bei Blasenentzündungen, die durch Kälte oder eine psychische Belastung verursacht werden. Wichtig ist bei der Einnahme von Nux vomica gegen Blasenentzündung die Dosierung. 

Bei der Potenz D6 darf normalerweise mehrmals am Tag einen Globulus eingenommen werden, den Du unter der Zunge zergehen lässt. Bei der Potenz D12 sollten pro Tag nur zwei Globuli verabreicht werden. Ohne Kenntnisse im Bereich der Homöopathie solltest Du Dich vor der Einnahme jedoch immer von einem Arzt oder anderen Fachmann beraten lassen! 

Ein ausgebildeter Homöopath kann auch darüber entscheiden, ob der Wirkstoff bei Deinen Symptomen überhaupt der Richtige ist. Es existieren noch eine Reihe weiterer Stoffe, beispielsweise Cantharis, Pulsatilla oder Fabiana imbricata.

Ebenso wichtig ist es, viel Wasser zu trinken, um die Blase zu spülen. Körperliche Überanstrengung solltest Du vermeiden, auch wenn Du während der Blasenentzündung Nux vomica oder ein anderes Mittel einnimmst. Ruhe Dich aus und frage Deinen Arzt zum Beispiel nach Mitteln zur Muskelentspannung aus der Homöopathie, wenn Du unter Stress stehst. 

Darüber hinaus kann ein Ernährungscoaching dazu beitragen, sich gesund zu ernähren und mehr über Lebensmittel zu erfahren, die sich positiv auf das Immunsystem auswirken.

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Dr. med. Manuel Burzler, Mitgründer von HealVersity, ist ein Pionier im Bereich der funktionellen Medizin und Epigenetik. Seit der Gründung im Jahr 2020 setzt er seine umfassenden Kenntnisse ein, um HealVersity an die Spitze der innovativen Gesundheitsbranche zu führen.

Unter seiner Leitung hat das Unternehmen nicht nur eine führende Rolle in der Entwicklung von Konzepten für Epigenetik-Coachings eingenommen, sondern bietet auch die erste zertifizierte Fortbildung in diesem Bereich an.

Er verbindet in seiner Arbeit Persönlichkeitsentwicklung mit medizinischer Expertise, um neue Wege für das Wohlbefinden der Menschen zu schaffen.

Dr. med. Manuel Burzler | Epigenetik-Coach
Dr. med. Manuel Burzler
Med. Experte für funktionelle Medizin & Epigenetik
Ausbilder und Gründer
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