Globuli bei Migräne: Ist eine homöopathische Linderung möglich?

Globuli Migräne

Du bist gerade auf der Arbeit und gehst deiner gewohnten Tätigkeit nach. Plötzlich spürst du, wie sich ein dumpfer Druck in deiner rechten Schläfe aufbaut. Dieser wird immer stärker und kurze Zeit später gelingt es dir nicht mehr, dich zu konzentrieren. Irgendwann spürst du einen stechenden Schmerz und das Bild vor deinen Augen verschwimmt. 

Menschen mit Migräne kennen Situationen wie diese. Der lähmende Schmerz sorgt dafür, dass die Betroffenen ihre Tätigkeit kaum noch ausführen können. In der Hoffnung auf Besserung greifen einige Personen darum bei Migräne auf Globuli zurück. Doch ob diese wirklich helfen, ist nach wie vor nicht bewiesen. 

Die Epigenetik befasst sich ebenfalls mit der Wirkungsweise von Homöopathie sowie der Frage, wie die Umwelt die Gesundheit der Menschen beeinflusst. Laut der Epigenetik kann ein Trauma beispielsweise Veränderungen an der DNA der Betroffenen auslösen.  

Ebenso wie die Homöopathie ist die Epigenetik ein Forschungsfeld, mit dem sich in den letzten Jahren stärker auseinandergesetzt wurde. Die prinzipiellen Ziele sind jedoch unterschiedlich.

Während die Epigenetik untersucht, wie Umweltfaktoren die Gene verändern und Menschen krank machen können, befasst sich die Homöopathie mit Substanzen, die die Heilung unterstützen sollen. Welche Rolle die beiden Herangehensweisen in Bezug auf Migräne einnehmen, erfährst du beim Lesen dieses Artikels.

Übelkeit bei Migräne

Migräne – was ist das genau?

Migräne bringen die meisten Menschen mit Kopfschmerzen in Verbindung. Doch sie ist mehr als das. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die sich durch eine Vielzahl von Symptomen begleitet werden kann. Die Symptome können dabei variieren.

Einige der häufigsten Beschwerden sind:

  • Kopfschmerzen: Ein charakteristisches Merkmal sind starke, pulsierende Kopfschmerzen, die oft auf einer Seite des Kopfes lokalisiert sind, sich aber auch auf beide Seiten ausbreiten können. Die Beschwerden können mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen anhalten. Da die Schmerzen eine große Belastung für den Körper darstellen, haben manche Betroffene bei oder nach einer Migräneattacke auch das Gefühl einer chronischen Müdigkeit.
  • Licht- und Lärmempfindlichkeit: Menschen mit Migräne sind oft überempfindlich gegenüber Licht und Lärm. Auch normale Alltagsgeräusche und helles Licht können während eines Anfalls unerträglich sein und die Symptome verschlimmern. Ein Arzt oder ein professioneller Gesundheitscoach können dich beraten, wie du mit solchen Situationen am besten umgehst.
  • Übelkeit: Übelkeit kann eine weitere Begleiterscheinung sein. Bei einigen Betroffenen wird diese so schlimm, dass sie erbrechen müssen. Nimm daher während eines Anfalls am besten leichte Kost zu dir, die dein Körper gut verdauen kann. Zudem solltest du ausreichend Wasser trinken.

Manche Personen erleben auch neurologische Symptome, die als Aura bezeichnet werden. Visuelle Aura-Symptome wie Sehstörungen können verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel flackernde Lichter, Blitze oder verschwommene Sicht.

Andere Betroffene berichten von einer Verzerrung im Sichtfeld. Ebenso können Sensibilitätsstörungen auftreten. Dies bedeutet, dass die Betroffenen Taubheitsgefühle oder ein Kribbeln in bestimmten Körperteilen spüren.

Glaubst du, an Migräne zu leiden, solltest du diese Annahme mit einem Arzt besprechen. Die Diagnose erfordert eine sorgfältige Bewertung deiner gesamten Symptome und eine differenzierte Herangehensweise, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Zusätzlich kann dir eine Mental Coach Ausbildung helfen, mit den eigenen Gefühlen während einer Migräneattacke besser klarzukommen und deine Gedanken ins Positive zu steuern.

Warum bin ich von Migräne betroffen?

Diese Frage hast du dir vermutlich schon oft gestellt. Vor allem in Situationen, in denen dich ein Migräneanfall mal wieder aus der Bahn geworfen hat. Doch nicht immer lässt sich klären, woher die Beschwerden kommen. Grundsätzlich existieren verschiedene Faktoren, die zu den Beschwerden führen können.

Bei Frauen treten Migräneanfälle beispielsweise im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen während des Menstruationszyklus auf. Genauso verändern eine Schwangerschaft und die Wechseljahre den Hormonspiegel und können das Auftreten vom Kopfschmerzen begünstigen. 

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Stress: Stress ist ein häufiger Auslöser für Migräneanfälle. Sowohl akuter als auch chronischer Stress können die Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen erhöhen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Stress durch die Arbeit, zwischenmenschliche Konflikte oder andere Faktoren entsteht. Je länger eine stressige Phase andauert, desto mehr belastet sie deinen Körper. Auch in der Epigenetik werden Stress und dessen Folgen genauer betrachtet.  
  • Schlafstörungen: Als Begleiterscheinung von Stress treten manchmal Schlafstörungen und damit einhergehender Schlafmangel auf. Dies wiederum begünstigt ebenfalls das Auftreten von Migräneattacken. 
  • Sensorische Reize: Starke sensorische Reize wie helles Licht, laute Geräusche oder grelle Farben können ebenfalls verantwortlich für die Beschwerden sein. Leidest du oft unter Migräneanfällen, solltest du es daher vermeiden, Orte aufzusuchen, an denen es zu starken Sinnenreizungen kommt. 

Die Umwelt darf beim Betrachten der Ursachen für Migräneanfälle nicht ausgeschlossen werden. Empfindliche Personen nehmen beispielsweise bei bestimmten Konstellationen des Wetters Beschwerden wahr. 

Im Bereich der Epigenetik gehen wir zudem davon aus, dass jeder Mensch ein genetisches Gedächtnis hat. Ist dir zum Beispiel in der Kindheit etwas Schlimmes widerfahren und kannst das Trauma nicht verarbeiten, könnte dies ebenfalls zu körperlichen Symptomen wie Migräne führen.

Inwiefern dies zutreffend ist, ist wissenschaftlich jedoch noch nicht ausreichend erforscht. Möchtest du dir ein eigenes Bild darüber machen, empfehlen wir dir Ausbildung zum Epigenetik Coach von HealVersity.

Globuli bei Migräne verwenden

Globuli Migräne: Helfen homöoepathische Mittel?

Globuli sind homöopathische Arzneimittel, die aus stark verdünnten Substanzen hergestellt werden. Ihre Wirksamkeit ist bisher umstritten und somit ist auch die Frage, ob sie bei Migräneattacken helfen können, Gegenstand kontroverser Diskussionen. 

Grundsätzlich basieren homöopathische Behandlungen auf dem Prinzip der Ähnlichkeitsregel, wonach eine Substanz, die bei gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorrufen kann, bei Kranken mit ähnlichen Symptomen zur Heilung führen soll.

Allerdings sind die Verdünnungen bei homöopathischen Mitteln oft so hoch, dass sie keine messbaren Mengen der Ausgangssubstanz enthalten, was die Frage nach ihrer Wirksamkeit aufwirft.

Einige Menschen berichten dennoch von positiven Erfahrungen, wenn sie Globuli gegen ihre Beschwerden einnehmen. Hierbei kommen verschiedene Wirkstoffe infrage.

Bei pulsierenden Kopfschmerzen wird Belladonna eingesetzt, der aus der Tollkirsche gewonnen wird. Treten visuelle Aura-Symptome wie Sehstörungen auf, kann Iris versicolor zum Einsatz kommen. Dieses stammt von der Schwertlilie

Gehen die Schmerzen von der rechten Seite aus, kann Sanguinaria canadensis aus dem kanadischen Blutwurz verwendet werden. Gegen Kopfschmerzen mit Übelkeit verspricht die Homöopathie bei der Einnahme von Nux vomica Besserung.

Gehen die Beschwerden mit Schwindel einher, kann ein anderer Wirkstoff Linderung bringen: Möchtest du Kopfschmerzen und Schwindel mit Homöopathie begegnen, wird Cimicifuga racemosa eine helfende Wirkung nachgesagt. 

Nimmst du homöopathische Mittel ein, solltest du diese nicht einfach selbst aussuchen. Je nach Art und Ursache deiner Kopfschmerzen kommen unterschiedliche Mittel zum Einsatz. Aus diesem Grund erfordert die Heilmethode eine individuelle Herangehensweise. Was einer Freundin vielleicht geholfen hat, ist für dich womöglich nicht empfehlenswert. 

Es ist daher erforderlich, dass du vor der Einnahme von Globuli einen qualifizierten homöopathischen Arzt oder Therapeuten aufsuchst, um von diesem eine Verschreibung zu erhalten. Das gilt ebenso für alle anderen Beschwerden oder wenn du die Schwäche nach Krankheit mit Homöopathie behandeln möchtest.

Zudem kannst du mit einem Facharzt auch andere Behandlungsmethoden und Therapie besprechen. Eine Veränderung des Lebensstils kann beispielsweise ebenso Besserung bringen.

Was kann ich aktiv gegen Migräne tun?

Migräneattacken schränken die Lebensqualität der Betroffenen ein. Das gilt sowohl für den Beruf als auch das Privatleben. Je besser du rausfindest, was dir in solchen Situationen guttut und wie du den Beschwerden vorbeugen kannst, desto unbeschwerter findest du in dein Leben zurück.

Der erste Ansprechpartner hierfür sollte ein Arzt sein. Dieser kann auf der Grundlage deiner Beschwerden einen individuellen Therapieplan entwickeln. 

Außerdem möchten wir dir folgende Tipps mit auf den Weg geben:

  • Symptomtagebuch führen: Notiere dir, wann du einen Migräneanfall hast und was die potenziellen Auslöser dafür gewesen sein könnten. Denke dabei beispielsweise an Stress, Schlafmangel oder Umweltreize. Mit der Zeit findest du mit Glück heraus, wann deine Beschwerden besonders häufig auftreten und kannst versuchen, derartige Situationen zu vermeiden. 
  • Gesund leben: Die Ernährung spielt eine nicht zu verachtende Rolle in Bezug auf die eigene Gesundheit. Das Gleiche gilt für Bewegung. Achte darauf, dich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu bewegen, das heißt spazieren zu gehen oder Sport zu machen. Das kannst du etwa erreichen, indem du von der Arbeit zurück nach Hause läuft oder die Bewegung in die Mittagspause einbaust. 
  • Ausreichend Schlaf: Wie viel Schlaf jeder Mensch braucht, ist unterschiedlich. Manchen Personen reichen sechs Stunden, andere benötigen acht Stunden Nachtruhe. Es kommt jedoch nicht nur auf die Dauer, sondern ebenso auf die Qualität an. Liegst du die halbe Nacht wach, kann es besser sein, erstmal wieder aufzustehen und beispielsweise ein Buch zu lesen. Fühlst du dich müde genug, gehst du wieder ins Bett und versuchst zu schlafen. 

Stress lässt sich nicht immer vermeiden. Entspannungstechniken können jedoch helfen, besser damit umzugehen. Die Einnahme von Globuli ist dann nicht nötig. Ein tiefes Ein- und Ausatmen etwa lässt sich problemlos unterwegs anwenden, wenn du etwa gerade an einer roten Ampel stehst oder der Chef seinen Ärger an dir auslässt.

Dr. med. Manuel Burzler, Mitgründer von HealVersity, ist ein Pionier im Bereich der funktionellen Medizin und Epigenetik. Seit der Gründung im Jahr 2020 setzt er seine umfassenden Kenntnisse ein, um HealVersity an die Spitze der innovativen Gesundheitsbranche zu führen.

Unter seiner Leitung hat das Unternehmen nicht nur eine führende Rolle in der Entwicklung von Konzepten für Epigenetik-Coachings eingenommen, sondern bietet auch die erste zertifizierte Fortbildung in diesem Bereich an.

Er verbindet in seiner Arbeit Persönlichkeitsentwicklung mit medizinischer Expertise, um neue Wege für das Wohlbefinden der Menschen zu schaffen.

Dr. med. Manuel Burzler | Epigenetik-Coach
Dr. med. Manuel Burzler
Med. Experte für funktionelle Medizin & Epigenetik
Ausbilder und Gründer
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